Es gibt ein Theater vor, neben und nach der Theaterliteratur. COMMEDIA FUTURA steht für postdramatisches Erzähltheater mit multimedialen Mitteln.
Die Sprache ist dabei nur ein Mittel neben anderen: Bewegung (Tanz), Projektionen (Video), Licht, Monitore, Soundcollagen, etc. Hannovers größtes freies Theater verbindet mit seinen Multimedia-Inszenierungen seit den 90er Jahren die Experimente und Traditionen des Off-Theaters mit dem Einsatz elektronischer Medien.
Die sinnlich-spielerischen Elemente des Theaters präsentieren sich in quasi filmischem Rhytmus und Short-Cuts. Dabei geht es Wolfgang A. Piontek und seiner Truppe letztlich um die Auseinandersetzung mit unserer zunehmend von den Medien bestimmten Wirklichkeit. Filmthemen bildeten denn auch einen Arbeitsschwerpunkt der letzten Jahre (von "Lost in Twin Peaks" nach David Lynch, 1998, über die Tarantino-Adaption "Lovers & Killers", 2001, bis zum "Fight Club", 2002).
COMMEDIA FUTURA wurde im März 1982 von Wolfgang A. Piontek und einer Gruppe von TänzerInnen, SchauspielerInnen und bildenden KünstlerInnen gegründet.
1986/87 zog die Truppe in die EISFABRIK ein und baute zunächst den Schwarzen Saal und später auch die Zentralhalle zu Theatersälen ganz eigener Prägung aus. COMMEDIA FUTURA bringt seither in jedem Jahr zwei neue Eigenproduktionen auf die Bühne und veranstaltet Gastspielreihen und Festivals.
Mit den seit Mitte der 90er Jahre entstehenden Multimedia-Inszenierungen knüpft COMMEDIA FUTURA an die Experimente und Traditionen des freien bzw. Off-Theaters an und verbindet die so gewachsenen Arbeitsformen mit dem Einsatz elektronischer Medien (v.a. Video-Einspielungen).
So verbinden sich die sinnlichspielerischen Elemente mit quasi filmischem Rhythmus, Effekten und Schnitttechniken. Dabei geht es uns um die Auseinandersetzung mit unserer zunehmend von den Medien bestimmten Wirklichkeit.